
Es liegt was in der Luft
Jahr für Jahr das gleiche Elend:
Der Beginn des langersehnten Frühjahrs wird für viele zur Qual. Mit den ersten Blüten stellen sich tränende Augen und triefende Nase ein – die Allergiezeit hat begonnen.
Empfindliches Immunsystem
Das Immunsystem von Allergikern hält die eine oder andere Pollenart für einen gefährlichen Fremdkörper, den es unschädlich machen will. So werden nach dem ersten Kontakt mit einem Pollenallergen unbemerkt Antikörper gebildet. Sie lagern sich im Körper an der Oberfläche der Mastzellen an – der Körper befindet sich in Alarmbereitschaft, er ist sensibilisiert. Beim nächsten Kontakt mit den gleichen Pollen wehrt sich das Immunsystem. Die Mastzellen werden gereizt und die Botenstoffe – allen voran das Histamin – freigesetzt. Es kommt zu den typischen allergischen Reaktionen wie rote, juckende Augen und laufende, entzündete Nase.

Detektivarbeit leisten
Als Pollenallergiker sollten Sie genau wissen, auf welche Pollen Sie allergisch reagieren. Aufschlüsse über die Pollenart bringen Tests beim Hautarzt, bei denen Allergenextrakte auf die Haut aufgebracht werden. Reagiert die Haut mit Quaddeln oder Hautausschlägen, ist von einer Überempfindlichkeit auszugehen.
Kreuzallergien kennen
Pollenallergene können Allergene in manchen Früchten so stark ähneln, dass das Immunsystem sie nicht auseinanderhalten kann. Folgende Kreuzallergien sind u.a. möglich:
- Birke & Hasel: Äpfel, Kirschen, Kiwis, Nektarinen, Mandeln, Haselnüsse
- Gräser: Linsen, Sojabohnen, Erdnüsse
- Beifuß: Kamille, Sellerie, Karotten
Den Körper an das Allergen gewöhnen
Gerade bei einer Pollenallergie lohnt der Versuch einer Hyposensibilisierung. Der Körper wird dabei gezielt mit den bekannten Allergenen konfrontiert – begonnen wird zunächst mit einer geringen Konzentration, die später gesteigert wird. So wird das Immunsystem langsam an das Allergen gewöhnt. Allerdings ist dabei Geduld gefragt, denn ehe sich der dauerhafte Erfolg einstellt, kann es bis zu drei Jahre dauern.
Rechtzeitig Schutzmaßnahmen treffen
- Abschwellende Nasentropfen und –sprays verschaffen schnell Linderung. Sind sind nur für eine kurzfristige Behandlung geeignet, da sie nicht antiallergisch wirken, jedoch die Nasenschleimhäute schädigen.
- Mastzellenstabilisatoren hemmen die Freisetzung von Histamin. Diese Medikamente werden bereits 2-3 Wochen vor dem Pollenflug beginnend und dann regelmäßig angewendet.
- Antihistaminika verhindern, dass Histamin mit dem Allergen reagiert. Damit kann Histamin keine Beschwerden mehr auslösen.
- Ältere Antihistaminika hatten den Nachteil, dass sie müde machten. Die moderneren Antihistaminika dagegen sind frei von dieser unangenehmen Nebenwirkung.
- Bei modernen Antihistaminika setzt die Wirkung schnell ein. Erst wenn die Symptome bemerkt werden, ist deren Einsatz in Form von Augentropfen, Nasensprays oder Tabletten erforderlich. Oft reicht eine Anwendung am Tag.
Was Sie selbst tun können:
- Hilfe und Unterstützung Ihrer in Gesund ist bunt Apotheke Anspruch nehmen – telefonisch 24 Stunden* am Tag!
- Während der Pollenflugzeit auf längere Aufenthalte im Freien verzichten.
- Beim Autofahren die Lüftung abschalten oder Pollenfilter einbauen lassen und die Fenster geschlossen halten.
- Auf dem Land erst am Abend lüften, denn der stärkste Pollenflug ist früh morgens.
- In der Stadt morgens lüften (bis 7.00 Uhr).
- Abends duschen und Haare waschen.
- Ihren Urlaub entsprechend planen: An der Küste, im Gebirge ab 200m Höhe.
- Aktuelle Pollenflugdienste aus Radio, Zeitung oder Internet verfolgen.




